SOLAR - und HEIZTECHNIK - ALTERNATIVBAU - BERNHARD SPÄTH
Talstraße 2b - D-84101 Niedersüßbach
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Fa. Jenni Energietechnik

Wohnhäuser
die mit der Sonne beheizt werden

Beschreibung:

Grundregel Nr. 1

Solar beheizte Häuser müssen sehr gut gedämmt werden. Da sind Dämmstärken von 20 - 40 cm die Regel. Der Energiebedarf für das Gebäude soll ca. 1- 3 Liter Heizöl pro m2 Wohnfläche und Jahr liegen. 1 Liter Heizöl entspricht ca. 10 kWh. Bei einem Wohnhaus mit 150 m2 Wohnfläche beträgt somit der Energiebedarf ca. 150 - 450 Liter Öl ( in Heizöl gerechnet weil man sich die Energiemenge besser vorstellen kann ). Diese Energiemenge wird nun durch folgende Punkte gedeckt:

  • Im Sommer geerntete Sonnenenergie, gespeichert in einen großen Heizungsspeicher (siehe Foto unten) bis in den Winter hinein gelagert und langsam davon gezehrt.
  • Solare Einstrahlung durch Verglasung.
  • Interne Lasten z.B. Personenwärme, Beleuchtungswärme und Abwärme von Haushaltsgeräten.

Die Ausführung im Detail muss sehr sorgfältig ausgeführt werden ( Fugendurchlässigkeit und Wärmebrücken ). Das Gebäude sollte Winddicht, dennoch Diffusionsoffen, gebaut werden.

Grundregel Nr. 2

Das Gebäude sollte, wenn möglich und wenn es der Bebauungsplan zu lässt, mit der Dachfläche in Südost oder Südwest Richtung ausgerichtet sein. In der Südost oder Südwest Ausrichtung sollte der Glasanteil bis zu 60 % betragen, um solare Wärmegewinne durch Verglasung auszuschöpfen. Diese Fenstergläser haben die Eigenschaft, dass sie mehr Wärme reinlassen als sie wieder verlieren. Die Raumanordnung sollte so gewählt werden, dass z.B.: Aufenthaltsräume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer usw. nach Süden positioniert werden. Nicht Aufenthaltsräume wie Küchen, Treppen, Arbeitszimmer Abstellräume usw. sollten Richtung Norden ausgerichtet sein.

System:

Die Solarheizung besteht aus Wärmespeicher, Wärmeerzeuger und Wärmeverbraucher. Der Wärmespeicher ist aus Stahl ST 37 hergestellt und hat eine zylindrische Form. Das Speichervolumen beträgt je nach Deckungsgrad 10 - 20 m³ (10 - 20000 Liter). Der Deckungsgrad sagt aus, wie viel solare Energie vom Gesamt - Energiebedarf des Hauses gedeckt werden. In diesem großen Speicher ist ein kleiner Edelstahlspeicher eingeschweißt, der für das Trinkwasser zuständig ist. Der Wärmespeicher sollte speziell bei Einfamilienhäusern eine schlanke hohe Form haben, um eine sinnvolle Speicherbewirtschaftung zu erreichen (schnelle gezielte Einbringung der Wärme). Dieser steht zentral im Gebäude um Wärmeverluste sinnvoll zu nutzen. Bei einem Neubau ist es relativ einfach den Speicher gleich mit hinein zu integrieren.

Der Wärmeerzeuger ist je nach System ein Wasser - oder Luftkollektor in Flach - oder Röhrenkollektor Ausführung. Dieser besteht aus Absorber, Kollektorwanne aus Blech oder Holz, Isolierung und Glasabdeckung. Der Absorber hat die Aufgabe, die eintreffenden Solarstrahlen mit einen möglichst hohen Absorptionsgrad (Aufnahmevermögen) in Wärme umzuwandeln. Durch den Absorber fließt ein Wasser-Glykolgemisch das die Wärme aufnimmt und zum Wärmespeicher führt und dort verwaltet. Während der ganzen Sommerperiode erwärmt sich der Speicher schön langsam von 10°C auf 90°C. Bei einem sehr geringen Gebäude - Energiebedarf kann das Haus fast durch den ganzen Winter beheizt werden. Bei einem Deckungsgrad von 85 - 90 % reicht die Energie bis März - April je nach Wintersituation. Der Rest wird durch einen Holzofen, Stückholzkessel (hoher Wirkungsgrad und CO2 neutral) bereit gestellt.

obiges Prinzipschaltbild stammt von der Firma "Jenni Energietechnik" AG CH 3414 Oberburg bei Burgdorf. Diese Firma produziert Anlagen mit hohen Deckungsgraden.

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